PRESSEMITTEILUNG

MdL Oskar Lipp

15. Juni 2026

Lipp: „ICE-Halt in Ingolstadt muss erhalten werden“

EVG-Studie zeigt: Ingolstadt mit 50 Fernzügen täglich besonders gefährdet / Wirtschaftsstandort Audi-Region auf dem Spiel

MÜNCHEN/INGOLSTADT – Mit großer Sorge reagiert der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Oskar Lipp MdL, auf die heute bekannt gewordene Bahn-Studie der Gewerkschaft EVG. Demnach droht Ingolstadt bei einem Markteintritt des italienischen Unternehmens Italo der komplette Verlust seiner IC- und ICE-Anbindung. Aktuell halten täglich 50 Fernzüge am Ingolstädter Bahnhof – mehr als in jeder anderen der 16 bedrohten Städte.

„Was hier geplant wird, ist ein Angriff auf den Wirtschaftsstandort Ingolstadt“, erklärt Lipp. „Die Region ist das Herz der deutschen Automobilindustrie. Tausende Pendler, Zulieferer und Geschäftsreisende sind täglich auf den Fernzug angewiesen. Wenn Italo die Sahnestrecken abgreift und die Deutsche Bahn dafür Ingolstadt opfern muss, zahlen die Bürger die Zeche für eine verfehlte Wettbewerbspolitik.“

Das Grundprinzip sei einfach: Wer auf den profitabelsten deutschen Strecken fahren will, muss auch Verantwortung für die Fläche übernehmen. „Rosinenpickerei auf Kosten von Regionen wie Ingolstadt, Augsburg oder Bamberg darf der Bund nicht durchgehen lassen“, so Lipp. „Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder muss jetzt klare Bedingungen stellen: Keine Streckenvergabe an Italo ohne verbindliche Paketlösungen, die auch Sekundärstrecken sichern.“

Die Zeit drängt: Bis Juli fordert Italo eine verbindliche Zusage für die beiden deutschen Premium-Strecken München–Stuttgart–Dortmund und München–Berlin–Hamburg. „Das ist das letzte Zeitfenster, in dem Berlin noch Einfluss nehmen kann“, warnt Lipp. „Danach werden Fakten geschaffen – zu Lasten unserer Region.“

Lipp kündigt an, das Thema umgehend in den Stadtrat Ingolstadt und in den Bayerischen Landtag einzubringen und Klarheit über ihren Einfluss auf die Bundesnetzagentur zu fordern.